Familienliebe

Einen wunderschönen Freitag ihr Lieben! Heute habe ich einen sehr persönlichen Blogpost für euch. Und weil es für mich ein sehr emotionales Thema ist, dass mir richtig am Herzen liegt und mich seit Elijas Geburt mehr und mehr beschäftigt, schreib ich heute einfach auf deutsch :).

 

Eigentlich wollte ich den Text später noch auf Englisch verfassen, aber irgendwie passt das heute nicht so richtig und fühlt sich auf deutsch stimmiger an. ;)

Seit meiner Kindheit bin ich es gewohnt, dass Oma und Opa immer für mich und meine Geschwister da sind. Heute lebt leider nur noch eine Oma, aber dafür direkt bei uns im Haus!

 

Meine Geschwister und ich hatten das Glück in einem Mehrgenerationenhaus aufzuwachsen. Oma und Opa waren also für uns genauso Kernfamilie, wie Mama und Papa. Für uns war diese Kindheitserfahrung einfach wunderschön. Es hat unser enges, intensives Verhältnis zur Familie weiter wachsen lassen und uns bis heute geprägt.

Nach unserer Zeit im Ausland, Studium - außerhalb unserer Heimatstadt - und unserer Hochzeit, hatten Denis und ich die Möglichkeit wieder in das Mehrparteienhaus meiner Eltern und meiner Oma einzuziehen.

Natürlich nicht in mein altes Kinderzimmer, das wäre für uns zu dritt nun wirklich zu klein, aber in eine separate Anliegerwohnung im Haus. Mittlerweile wohnen mit Elija, meiner Oma und meinen Eltern nun 4! Generationen unter einem Dach.

Für manche mag dies ungewöhnlich und komisch klingen, aber für uns bedeutet das Familienbeziehungen leben, genießen aber auch zu pflegen, für einander da zu sein und dabei stets die gegenseitige Intimsphäre zu wahren und zu respektieren. Das bedeutet, dass wir uns zwar sehr schätzen und auch gerne mal zusammen frühstücken, essen oder Kaffee trinken und trotzdem jeder seinen Freiraum hat, wenn er es möchte.

Was das ganze für mich zur Zeit besonders emotional berührt und beschäftigt, ist dass unsere Entscheidung, zurück in unser Mehrgenerationenhaus zu ziehen auch Elijas Aufwachsen beeinflusst und prägt. Auch für Elija besteht nun die Kernfamile nicht nur aus Mama und Papa, sonder Oma, Opa und Uroma gehören genauso mit dazu. Mir geht dabei jedes mal das Herz auf, wenn ich sehe wie herzlich und behütet alle mit ihm umgehen, wie frei und selbstverständlich sich Elija im ganzen Haus bewegt und zurechtfindet und wie sehr er seine Großeltern und Uroma liebt.

Natürlich ist es für uns als frische Eltern auch nicht immer einfach alles unter einen Hut zu bekommen und natürlich gibt es auch Momente an denen wir „Zeit zu dritt“ haben möchten. Ich glaube aber, das Wichtigste ist sich gegenseitig zu respektieren und offen miteinander zu kommunizieren.

Selbstverständlich wird Elija bei Oma, Opa und Uroma besonders verwöhnt, aber das ist für uns auch total in Ordnung, denn beim Thema Erziehungsregeln ziehen zum Glück alle an einem Strang. Kernpunkte wie gesundes Essen, Süßigkeiten, Geschenke und Fernsehzeiten sind miteinander besprochen worden und deshalb auch kein Streitthema. Darüber hinaus finde ich, gibt es genügend Spielraum fürs verwöhnen.

Denis und ich sind uns einig, dass wir als Eltern von einer solchen Wohngemeinschaft nur profitieren. Ich habe aufgehört die Tage zu zählen, an denen wir bei meinen Eltern an die Tür geklopft haben und vor allem meine Mama (Krankenschwester und Heilpraktikerin) um Rat gefragt haben. Auch die Uroma ist für uns ein echter Goldschatz, bei der wir drei zu jeder Zeit willkommen sind. Klar ist das auch für uns praktisch, denn jede Mama und Papa weiß, wie kostbar auch nur 10 Minuten sein können, in denen man mal eben kurz die Wäsche waschen, aufhängen oder die Spülmaschine einräumen kann. Ein Satz meiner Oma ist mir ziemlich im Ohr geblieben: „Es ist wichtig dass die ältere Generation offen für Neues bleibt.“

Selbstverständlich hat nicht jeder die Möglichkeit unter solchen Rahmenbedingungen bei seinen Eltern einzuziehen. Uns haben jedoch die letzten 15 Monate gezeigt, dass es die absolut richtige Entscheidung war. Deshalb möchte ich euch nur ermutigen, stets die Nähe zu euren Familien zu suchen - speziell wenn es um die Kindererziehung geht. Klar, manchmal ist es schwierig Arbeit und Familie zu vereinbaren. Für uns steht Familie jedoch nach wie vor an erster Stelle.

 

Wie geht es euch beim Thema Familie? Was beschäftigt euch und wie ist euer Verhältnis zur Familie? Könntet ihr euch auch vorstellen mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben? Ich freu mich über all eure Kommentare, Meinungen und Fragen!

Zum Schluss möchte ich noch DANKE sagen!

Euch allen, für das lesen dieses Artikels und das verfolgen meines Blogs!

 

Mama, Papa, Uroma, Schwiegereltern und Geschwister. Denis und ich können nicht in Worte fassen, wie unendlich dankbar wir für eure Hilfe, Unterstützung und Ratschläge sind.

 

DANKE, dass ihr alle an unserer kleine Familie teilhabt, uns tragt und für uns da seid!

Wir lieben euch!

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